VfB Doberlug-Kirchhain – SV Lok Rangsdorf 28:29 (10:15)

Kein Spiel für schwache Nerven

Unser zweites Rückrundenspiel bestritten wir in der Stadthalle von Doberlug-Kirchhain um 18:30 Uhr an diesem Samstag. Mit dem Tabellenfünften hatten wir noch eine Rechnung offen, da wir bereits in der letzten Saison zweimal keine Punkte einfahren konnten und auch im Hinspiel dieser Saison dem VfB die Punkte überlassen mussten.

Das Ziel war klar, es mussten zwei weitere Punkte her, um unseren Tabellenplatz zu festigen und unsere Ungeschlagenen-Serie fortzusetzen.

Nach dem Anpfiff taten sich beide Mannschaften zunächst schwer, überhaupt den Ball im Tor unterzubringen. So fiel nach 3 Minuten das erste Tor für den VfB und ein zweites folgte sogleich. Erst nach 6 Minuten konnten wir dann das erste Tor erzielen.  

Die erste Hälfte der ersten Halbzeit verlief ziemlich schleppend und nach 15 Minuten stand es gerade einmal 5:5. Wir machten viele Fehler im Angriff und konnten auch unsere Spielzüge nicht immer umsetzen, was zu fehlendem Torerfolg führte. Dafür mussten wir in der Abwehr umso mehr kämpfen und konnten so unsere Fehler aus dem Angriffsspiel hinten wieder gut machen. Die Abwehr stand sehr gut und es gelang uns, viele Bälle zu erobern. Da wir im Aufbauspiel nicht häufig zum Torerfolg kamen, setzten wir auf unsere Schnelligkeit und konnten in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit viele Konter-Tore erzielen, die uns unter anderem zu einem soliden Halbzeitergebnis von 10:15 verhalfen. Darauf wollten wir aufbauen und waren hochmotiviert.

Wir starteten in die zweite Halbzeit direkt mit einem 7-Meter-Tor und konnten unsere Führung auf 10:16 ausbauen. Bis zur 45. Minute hatten wir uns sogar eine 10-Tore-Führung erarbeitet und es stand 15:25 für uns. Dann kam es jedoch zu einer Wendung, die sich gewaschen hatte und uns noch einmal verdeutlichte, dass im Handball wirklich alles möglich ist. Der VfB kämpfte sich innerhalb von 12 Minuten zu einem Unentschieden zurück und konnte 10 Tore aufholen (27:27). In der gleichen Zeit erzielten wir gerade einmal 3 Tore und hatten absolut kein Glück im Abschluss. Auch in dieser Phase schlichen sich eindeutig zu viele Fehler ein, die wir durch unsere Hektik und zunehmende Unkonzentriertheit selbst verursachten.

Die Stadthalle von Doberlug-Kirchhain war in dieser Phase am Kochen und für uns war klar, wir dürfen dieses Spiel nicht mehr aus der Hand geben. Wir bekamen in den letzten zwei Minuten dieses abwechslungsreichen Spiels noch zwei 7-Meter zugesprochen, die souverän von unserer Toptorschützin Katharina in diesem Spiel mit insgesamt 15 Toren verwandelt wurden. So stand es in der 60. Minute 28:29. Der VfB versuchte es in den letzten 45 Sekunden mit einer Manndeckung, um noch einen Ausgleich erzwingen zu können. Allerdings gaben wir den Ball nicht mehr ab und konnten so das Endergebnis von 28:29 festhalten. Wir sind am Ende sehr glücklich, diesen Sieg, trotz des Einbruchs in der zweiten Hälfte der 2. Halbzeit, errungen zu haben und somit auch im 9. Spiel in Folge ungeschlagen zu bleiben.

MW