24.02.2018, SV Lok Rangsdorf– Oranienburger HC 22:22 (10:13)

Was bringt so richtig Spaß an einem Samstagabend?
18:30 Uhr, eine gut besuchte Halle, ein Ball, 2 Mannschaften bereit zum Kämpfen, Adrenalin im Blut, Zuschauer bereit zum Anfeuern, Musik, die mitreißt: Handball-Heimspiel der Frauen!
Mit dem Oranienburger HC empfangen wir heute ein Team aus dem Mittelfeld der Liga.
Deshalb haben wir uns intensiv die Woche im Training auf diesem Moment vorbereitet, denn unser Plan ist es, das Rückspiel weniger aufregend als das Hinspiel zu gestalten.
Und auch wenn wir punktemäßig hinter unserem Gegner liegen: die für uns so wichtigen Punkte sollen auf unser Konto gehen.
Nachdem wir die letzten Wochen mit unserer Besetzung zu kämpfen hatten, können wir heute endlich wieder mit einer gut besetzen Bank glänzen.
So gehen wir voller Energie und Motivation ins Spiel.
Nach dem Anwurf für unsere Gegnerinnen gelingt es in den ersten Minuten keiner Seite, den Ball ins Netz zu bringen.
Doch dann legt Oranienburg mit 2 Toren hintereinander vor.
Das lassen wir nicht auf uns sitzen und ziehen mit Toren vom Kreis unter anderem durch Katha nach.
Immer wieder gelingt es Oranienburg erst mit einem, dann zwei und zur Halbzeitpause sogar mit 3 Toren in Führung zu gehen.
Es sind die Würfe aus dem Rückraum hauptsächlich von Sandra und auch Effi, warum wir es immer wieder schaffen, zumindest an Oranienburg dran zu bleiben.
Es ist im Grunde maßgeblich die fehlende konsequente Deckung, warum wir es in der ersten Halbzeit einfach nicht schaffen, gleich zu ziehen-in der Abwehr wird zu wenig geschoben und zu wenig geredet. Dank Claudis sehr guter Torwartleistung bleibt die Tordifferenz überschaubar.
Somit übernimmt Oranienburg nach 30 Minuten mit nur 10:13 die Führung.
In der zweiten Halbzeit wollen wir es besser machen: konsequente Abwehr und einen schnellerer Blick für die Torchancen, die sich uns bieten.
Dank Reni und Sandra im Angriff und einer guten Abwehrleistung gelingt es als Team, uns in den ersten Minuten auf 13:13 heran zu kämpfen.
Ab jetzt steigt die Spannung mit jeder Minute.
Ob es die 7m sind, die nur teilweise ins Tor gehen.
Oder die Tempo-Gegenstöße, die Oranienburg immer wieder in Führung gehen lässt.
Aber auch die Tatsache, dass es uns in der zweiten Partie endlich gelingt, immer wieder auszugleichen. Eine echte Teamleistung, denn die Tore kommen jetzt von Sandra, Effi, Nathi, Paula und Kerstin.
Es sind die letzten 5 Minuten…die Spannung auf dem Höhepunkt.
19:21 stimmt uns alles andere als glücklich. Für uns gibt es keine Alternative als zu kämpfen…und wir kämpfen uns mit vereinten Kräften auf 21:21 an unsere Gegnerinnen heran.
Jetzt muss die Abwehr stehen, es darf einfach kein Tor mehr in unser Netz!
Nein, das kann doch einfach nicht sein…3 Minuten vor Schluss platziert Oranienburg den 22. Treffer ins Tor.
Haben wir jetzt überhaupt noch eine Chance?
Eine Niederlage wollen wir uns einfach nicht leisten. Es gilt einen kühlen Kopf zu bewahren, also ruhig und besonnen, aber dennoch rechtzeitig zu agieren. Keine leichte Aufgabe, zumal uns nur noch einige Sekunden bleiben.
Es ist Nathi, die die letzte Aktion dieser Begegnung ausführt.
Doch schafft sie es, mit der nötigen Gelassenheit an die Herausforderung zu gehen?
Sie bekommt den Ball, sie wirft – ja sie schafft es – 60. Minute – Tor! Und das Tor zählt!
Unentschieden mit 22:22 – zwar haben wir uns einen Sieg vorgenommen, doch über den einen Punkt freuen wir uns natürlich dennoch riesig!