21.09.2019, Ahrensdorf/Schenkenhorst – SV Lok Rangsdorf 25:17 (13:8)

Sieht man sich die Höhe der Niederlage an, stellt man sich Fragen. Was war los mit unserer Einheit? Den Spielverlauf gibt dieses Ergebnis nicht wieder. Über das Wie und Warum herrschte nach dem Spiel eine Mischung aus Sprach- und Ratlosigkeit. Wir hätten es besser machen können, uns mit höherer Konzentration auf unsere Stärken besinnen, die Fehlerquote minimieren können. Es ist uns nicht geglückt. War es der übereifrige Wille, alles perfekt zu machen, und dann daran zu scheitern? War es der Respekt vor dem Gegner, der nach zwei Jahren Oberliga Ostsee-Spree-Erfahrung in die Brandenburg-Liga zurückgekehrt ist?

Die zahlreich erschienenen Zuschauer erkannten schnell, dass sich unsere Deckungsformation schon sehen lassen kann. So einfach wollten wir es den Gastgebern nicht machen, zum Torerfolg zu kommen. Doch in unserem Angriff war eindeutig Sand im Getriebe. Ein weiteres Manko war wieder die Chancenverwertung. Erst in der achten Minute gelang uns das erste Tor. Bereits nach neun Minuten (beim 4:1) sah sich unser Trainer zu einer Auszeit gezwungen, weil wir scheinbar kein Mittel gegen die Deckung der Ahrensdorfer fanden. Sehr selten gelangen uns Torerfolge aus dem Spiel heraus, meist durch 7-Meter, die Katha Sicherheit ausstrahlend verwandeln konnte (aber wir wollen ja nicht aus dem Nähkästchen plaudern). Technische Fehler nutzten die Ahrensdorferinnen zu schnellen Gegenangriffen. Beim 13:8 gingen sie mit einem soliden Polster in die Halbzeitbesprechung. Dennis fand klare Worte, appellierte an unseren Kampfgeist, motivierte uns zu weiterhin konsequenter Deckungsarbeit und sprach Optionen für den Angriff an.

Nach dem Wiederanpfiff konnten wir zeigen, dass auch ein kluger und schneller Angriffshandball zu unserem Repertoir gehörte. Durch Tore von Paula und Marla konnten wir den Abstand auf drei Tore verkürzen. Doch danach fielen wir zu oft wieder in das alte Muster. Hinten erarbeiteten wir uns den Ball in guter Abwehrformation, ließen jedoch klare Chancen vorn liegen, die wiederum die Ahrensdorfer in Tore auf unserer Seite ummüntzten. Wir schwächten uns selbst und konnten den Lauf der Dinge ab Mitte der zweiten Hälfte nicht mehr aufhalten. Der in der ersten Halbzeit entstandene Rückstand war nicht mehr aufzuholen. Zwei sehenswerte Toraktionen von Lisa und zwei Paraden von Andi am Ende waren noch zwei Lichtblicke der zweiten Hälfte, doch wirklich in Gefahr geriet der Sieg des Gastgeberteams nicht.

Diese Auswärtsniederlage machte uns wieder bewusst, wir sind auf einem guten Weg, doch können nicht alles auf einmal erreichen. Es braucht einige Zeit, bis das im Training Eingeübte auch im Spiel gelingt. Wir arbeiten daran.

Danke an alle Fans, die mit nach Ahrensdorf gekommen sind, um uns in dieser Kulisse den Rücken zu stärken. Bei unserem nächsten Punktspiel am 20. Oktober in Potsdam wollen wir es besser machen.

 

Annett Mai