SV Lokomotive Rangsdorf
Abteilung Handball

18.09.2021 – 3. Punktspiel: SG OSC-Schöneberg-Friedenau – SV Lok Rangsdorf – 29:14 (11:8)

Kategorie(n): 1. Frauen

Mithilfe einer ausführlichen Aufarbeitung des letzten Spiels, einer detaillierten Analyse der Mannschaft aus Schöneberg sowie einer intensiven Trainingswoche, war es unser klar definiertes Ziel, endlich unsere Köpfe frei zu bekommen, konsequent aufzuspielen und wieder Spaß am Handball zu haben. Die Lok sollte endlich ins Rollen kommen. Dafür war eine konzentrierte und hochmotivierte Leistung erforderlich, um uns das Selbstvertrauen zurück zu holen, welches in den ersten beiden Spielen auf der Strecke blieb. Wir wussten, dass wir es besser können und wollten dies nun endlich auf der Platte zeigen. Auch wenn wir natürlich wussten, dass mit den Spielerinnen der SG OSF Berlin ein sehr starkes Team auf uns wartete, das es uns keinesfalls leicht machen würde, ein gutes Spiel abzuliefern. Am Ende mussten wir jedoch leider feststellen: Es hat wieder nur phasenweise funktioniert und wir blieben abermals hinter der eigenen Erwartung zurück.

Doch der Reihe nach. Als wir am Samstag zu ungewohnt später Stunde die Sporthalle in Schöneberg betraten, waren wir alle hochmotiviert. Nach einer sehr konzentrierten Erwärmung waren wir guter Dinge, diesmal besser in die Partie zu starten. Dies sollte sich schließlich auch bewahrheiten. Unter frenetischem Applaus und den lautstarken Trommeln der mitgereisten Anhängerschaft gelang der Lok eine sehenswerte erste Halbzeit. Besonders die Defensive stand als Verbund sehr gut und zwang die OSC-Frauen zu einigen Fehlern sowie überhasteten Abschlüssen. Darüber hinaus knüpfte unsere Torfrau Andrea Winckelmann an ihre sehr starke Leistung der Vorwochen an und hielt die Lok mit ihren Paraden immer wieder im Spiel. In den ersten Minuten war eine gewisse Nervosität durchaus zu spüren, was sich in einigen technischen Fehlern und verworfenen Bällen widerspiegelte. Doch durch eine kämpferische Einstellung und der Heimspiel-Atmosphäre gelang es in der 20. Minute auf 9:7 zu verkürzen. Wir hatten unsere Spielfreude zurückgewonnen und durch schnelle Spielzüge sowie den nötigen Druck im Eins-gegen-Eins konnten einige Lücken in die OSC-Defensive gerissen werden. Besonders Kathrin Aberle war mit 5 Toren in der ersten Halbzeit gut aufgelegt. So verabschiedete sich die Lok mit nur drei Toren Rückstand (11:8) in die Halbzeitpause. 

Wir wussten, dass wir genauso weiter machen mussten, um den Favoriten zu Fehlern zu zwingen, sodass vielleicht etwas Zählbares dabei herausspringen würde. Das gelang in den ersten 6 Minuten der zweiten Halbzeit auch durchaus, wodurch die Rangsdorfer Lok auf einen 2-Tore-Rückstand (14:12) verkürzte. Plötzlich, etwas aus dem Nichts heraus, kam es zu einem kompletten Bruch im Spiel der Lok. Einfache An- und Abspiele misslangen, unkonzentrierte Aktionen en masse, unnötige Zeitstrafen, technische Unzulänglichkeiten und fehlender Offensivdruck luden die OSC-Frauen immer wieder zu einfachen Kontern ein. Dazu kam eine Torflaute, in der es der, zur Halbzeit eingewechselten, OSC-Torfrau mit einer überragenden Torhüterleistung gelang ihren Kasten für über 20(!) Minuten sauber zu halten. In einer unglücklichen 2. Halbzeit lief nur noch sehr wenig zusammen und so mussten wir uns mit einem deutlichen 29:15 geschlagen geben und abermals einen enttäuschten Heimweg antreten. 

Jetzt heißt es wieder: Fehler analysieren, Köpfe heben und neue Lösungen finden! Es gilt die kommenden zwei Wochen weiterhin hart zu arbeiten und uns bestmöglich auf das Auswärtsspiel am 02.10.21 gegen die ebenfalls punktlose HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf vorzubereiten. Dort müssen wir zwei konzentrierte Halbzeiten auf die Platte bringen, um uns unser erstes Erfolgserlebnis zu holen.

Ein großer Dank gilt den zahlreich mitgereisten Fans für Ihre lautstarke Unterstützung, auf die wir hoffentlich auch in Zukunft hoffen dürfen.

KC, MW