09.04.2016, SV Lok- HV Grün Weiß Werder 18:18 (9:9)

Das Unentschieden gegen Werder fühlte sich wie ein Sieg an. Natürlich wären zwei Punkte besser als einer (wir hätten dann punktgleich mit Doberlug eventuell die Plätze tauschen können), doch wenn man unsere Leistungssteigerung im Vergleich zum Spiel gegen Calau betrachtet, dann können wir wirklich ein positives Fazit ziehen. Allein die geringe Torzahl sagt viel über den Verlauf des Spiels – unsere Deckungsleistung stand der der athletischen und körperlich überlegenen Gäste aus Werder in nichts nach.

Offensichtlich waren die Defizite im Angriff auf beiden Seiten. Während wir uns im Hinspiel mit 30:31 trennten (Wann treffen wir überhaupt mal 30 Tore!) so gelang es uns heute nur 18-mal. Es war ein gegenseitiges Nehmen und Geben in diesem ausgeglichenen Spiel. So war das Remis nur allzu gerecht. Sicher hat sich Werder mehr ausgerechnet, hatten sie doch als Tabellendritter den Tabellenführer Fredersdorf in der Vorwoche deutlich geschlagen. Tja, wer kann heute in unserer Liga schon Prognosen abgeben?

Gut auf den Gegner eingestellt, mit Vorfreude auf einen Fight auf Augenhöhe gingen wir mit viel Einsatz und Herz hinein ins bunte Treiben. Erfreulich war unser konzentriertes Auftreten von der ersten Minute an. Die Deckung stand wie eine Wand. Vorn machten wir jedoch nicht genug aus unseren Chancen. So stand es in der 8. Minute gerade 2:2. Dann schickte Ari Hanna mit einem langen Pass auf die Reise, die diesen Konter voller Schwung zum 3:2 verwandelte. Aileen nutzte die nächste Gelegenheit und legte zum 4:2 vor, doch nach 18 Minuten beim 5:5 ging das ganze von los. Die Abwehr blieb leichtfüßig und hoch konzentriert. Wir Rangsdorfer werden wegen unserer Teamstärke respektiert, einen einzigen Shooter kann man bei uns nicht finden, da die Gefahr von allen Positionen ausgehen kann. So verteilten sich die nächsten Tore auf Monique, Jeni und Karo. Kurz vor der Pause zog Yvo die Abwehr auf sich und legte auf Monique ab, die uns den Ausgleich zur Halbzeit sicherte.

Nach der Auszeit und nochmaliger Feinjustierung der Abwehr knüpften wir da an, wo wir aufgehört hatten. Lange spielten die Damen aus Werder ihre Angriffe aus, wir ließen sie nicht so leicht zum Zug kommen. Vorn warfen Sandra mit Durchschlagskraft, Kerstin mit Auge. Doch die Gäste gaben so schnell nicht auf und holten uns in der 41. Minute beim 13:13 wieder ein. Wir hätten davonziehen können, doch unser Abschlüsse waren nicht präzise genug. Behielten wir die Ruhe und Geduld, Angriffszüge auszuspielen oder unser Halben in gute Wurfpositionen zu bringen, waren wir erfolgreich. Effi traf sehenswert ins obere Eck, Karo trickste die Deckung aus und traf in Unterzahl zum 16:15. Die Gäste hingegen nutzten ihre 7-Meter-Chance zum Ausgleich. Karo hebelte mit viel Ballgefühl den Ball ins Tor, die Gäste legten erneut beim 7-Meter nach. Noch eine halbe Minute zu spielen, die Gäste im Ballbesitz nutzen eine Auszeit zur letzten Lagebesprechung, – wir nahmen noch einmal alle Kraft zusammen, schön aufpassen, nichts mehr zulassen – da kommt der letzte Wurf – Annett wirft sich ins Zeug und hält das Unentschieden fest. Danke an alle Fans, die uns auch beim letzten Heimspiel der Saison den Rücken gestärkt haben! am

Schidlewski, Mai; Weidt 2, Liebe 1, Neumann, Ehmig, Hafenmayer 2, Pohlmann 2, Sense 5, Polte 1, Klucke3, Teuber, Cozilius, Devantier 2

Danke an Annett, die unsere Spiele  extrem schnell, interessant und dabei immer sehr sachlich wiedergibt. Da sie sich dabei leider viel zu selten nennt, jetzt noch eine Ergänzung: Annett überzeugte heute wieder einmal mit einer großartigen Leistung. Die Quote der gehaltenen Bälle war sensationell. Ein wichtiger Faktor beim Punktgewinn.

Vor dem Spielbericht war schon das Bildmaterial da.
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Erst hielt Annett den letzten Wurf, damit hielt sie auch das Unentschieden und den Punkt fest. Dann hielt es sie nicht mehr auf den Beinen. Nach dem Abpfiff hielten alle Spielerinnen Annett in ihren Armen.

20160409_Auch Ariane war gut (350 Downloads)

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