SV Lokomotive Rangsdorf
Abteilung Handball

14.12.2013, HV Luckenwalde 09 – SV Lok 27:32

Kategorie(n): 1. Frauen

Die Aussicht auf einen vorderen Tabellenplatz für die Zeit der Weihnachtsfeiertage war für uns eine gute Motivation, dieses Spiel mit vollem Einsatz für uns zu entscheiden. Einen vorderen Tabellenplatz „überweihnachtlich“ innezuhaben, um mit Serenas Worten zu sprechen, war unser Ziel. Da wir in den vergangenen Spielen gegen Luckenwalde überwiegend den Kürzeren gezogen hatten, gingen wir mit erhöhter Spannung ins Spiel, um heute eine erneute Niederlage zu vermeiden. Hätte man das erwartet, dass wir hier den Auswärtssieg holen? Luckenwalde hat es so manchem Team der BB-Liga schwer gemacht. Wir haben’s geschafft! Konzentrierte Deckungsarbeit und gute Verwertung unserer Torchancen waren das Fundament für unseren Erfolg. Sofort mit dem ersten Anwurf waren wir hellwach. Begierig auf jeden Ball ließen wir im Gegenzug kein gegnerisches Tor zu. Das geduldige Abwehrverhalten gegen die lang andauernden Angriffe waren einer der Stützpfeiler unseres Auswärtssiegs. So unterbanden wir gerade in der Anfangsphase jegliche Luckenwalder Versuche, ein Tor zu erzielen. Erst in der elften Minuten musste Annett das erste Mal hinter sich greifen. Wir ließen uns nicht aus der Fassung bringen, führten die angesagte Linie fort und ließen uns auch durch die Auszeit des Luckenwalder Trainers nicht aus dem Konzept bringen. Die Deckung stand wie eine Eins gegen die oft undurchschaubaren Angriffe. Wie toll war es anzusehen, wenn Jeni ihren Arm ausfuhr und so ein Zuspiel abfing! Karo, Monique und Aileen liefen wie aufgezogen. Einer war für den anderen da. Auch eine doppelte Unterzahl brachte uns nicht in die Bredouile. Franzi machte der Rechtsaußen, die am torgefährlichsten war, das Leben schwer. Auch Claudi wusste mit ihrer Beweglichkeit zu pokern und lief nach dem Ballgewinn auf Windesflügeln aufs gegnerische Tor zu. Tor! Heute schien uns alles zu gelingen! Durch die Spielzüge im Angriff wurde Madlen in aussichtsreiche Wurfpositionen gebracht, dass sie mit ihrer Sprung- und Wurfkraft den Ball ins Netz schmetterte, so dass die Torhüterin nicht nur einmal das Nachsehen hatte. Karo war wie gewohnt torgefährlich; und wenn sie das Tor nicht selbst machte, holte sie einen 7-Meter heraus. Dass Kerstin heute gut drauf war, zeigte sich besonders in ihrer Wurfquote. Zu den fünf Treffern vom Punkt kamen noch 5 aus dem Spiel hinzu. Macht zusammen 10! Karo machte es ihr nach und schien die Luckenwalder Torhüterin zum Verzeifeln zu bringen. Unaufhaltsam bauten wir unseren Vorsprung aus. Die Drei-Tore-Führung zur Halbzeit wussten wir gleich nach dem Wiederanpfiff geschickt zu vergrößern. Aus dem 10:14 wurde dann bald ein 12:18. Während die Zuschauer in der Halle immer leiser wurden, wuchs die Lautstärke der Anfeuerungsrufe unserer Wechselbank und unserer 3 (!) Fans Hanna, Tine und Annes Mutti. Das war unser achter Mann auf dem Feld! Aufgeputscht von dem Beifall hielten wir die Spannung und Konzentration hoch. 14:20. Noch ein Konter von Claudi. Konter gegen uns. Isi kämpft sich durch. 15:23 und noch lange ist nicht Schluss, sind wir doch anfällig dafür, die Gegner in den letzten 10 Minuten durch Unkonzentriertheiten und technische Fehler noch einmal herankommen zu lassen. 20:27. Blick auf die Uhr. Unsere Bank wird noch lauter, die gegnerische Kulisse hingegen ruhiger. 23:29 Noch ist nicht alles gelaufen, beim Handball kann das Spiel in kurzer Zeit noch gedreht werden. Die Luckenwalder zeigten ein letztes Aufbäumen. Dann steht die 30 an der Anzeigetafel, die Zeit läuft für uns, 26:31 nur noch wenige Minuten trennen uns vom erleichternden Aufatmen, 27:31 das sollte es gewesen sein. 27:32 Schlusspfiff – „...welch ein Jubel, welch ein Treiben wird in unserm Hause sein...“ Jetzt spielen wir noch einmal in Altlandsberg und dann kann Weihnachten kommen! am

Mai, Milling; Pohlmann 10/5, Sense 8/2, Schäfer 6/1, Schnitzer 3, Burian 2, Klucke 1, Krause 1, Hafenmayer 1, Polte, Kruglikow, Fritz