03.01.2014, Neujahrsturnier beim SG AC/Eintracht

Trotz Weihnachtsferien folgten wir am 03.01.2014 einer Einladung zum Neujahrsturnier bei der Eintracht Berlin in Berlin. Das Turnier sollte um 09:30 Uhr beginnen, sodass wir uns bereits zu früher Stunde um 08:30 Uhr am üblichen Treffpunkt verabredeten. Körperlich anwesend   waren alle Jungs, dafür sorgten vermutlich die Eltern, aber wach……wach war keiner. Alle sahen mächtig blass um die Nase aus, vermutlich eine Folge der langen durchzockten Nächte und des chronischen Schlafmangels (Zombiewelt lässt grüßen). Trotzdem; auf los gings los und über’n Außenring erreichten wir den Ort des Geschehens ohne Stau und Baustelle zügig. Bereits kurz nach 09:00 Uhr standen wir im Vorraum eines Gebäudes, das zwei Sporthallen übereinander in sich vereinte. Keine schlechte Idee. Die Eröffnung um 09:30 Uhr war kurz und knapp. Doch statt gleich durchzustarten mussten die Jungs bis dreiviertel Elf auf ihr erstes Match warten und bis dahin hatte sich das Zockerfieber am Handy bereits wieder breit gemacht, sodass das Thema Handball in der Versenkung verschwand. Als die Lokjungs dann doch auf die Platte durften hieß der erste Gegner HC Oranienburg. Man kennt sich, gegen diesen hatte man bereits in der Oberliga gespielt, sollte also zu schaffen sein. Wenn man allerdings bedenkt, dass die Jungs nur eine Spielzeit von 15 Minuten haben und in der Regel erst nach 10 Minuten ins Spiel finden, dann kann man schon so seine Zweifel bekommen. Der Anpfiff kam und die Jungs gerieten bereits nach 11 Sekunden mit 0:1 in Rückstand, weder Abwehr noch Torwart zeigten irgendeine Reaktion. Ja, Handball ist ein schnelles Spiel, da muss man von der ersten Sekunde voll da sein, sonst wird das nix. Doch in traditioneller Lok Manier antworteten die Jungs sogleich mit dem Ausgleichstreffer. Schnell kam daraufhin die Antwort von Oranienburg legte ein 2:1 vor. Auch Rangsdorf ließ sich nicht lumpen und folgte mit dem 2:2. In den ersten vier Minuten war es ein ausgeglichenes Spiel und Keiner hätte vorhersagen können, wer als Sieger vom Platz gehen würde. Doch dann folgte wieder eine Lok- Salve von Bällen die das gegnerische Tor nicht trafen, was der HC sofort für sich ausnutzte und mit 4:2 in Führung ging. Nach 6 Minuten lagen die Jungs hinten und es wurde immer hektischer. Der HC blieb in Führung konnte sich aber nicht weiter absetzen, das stärkte wiederum die Jungs und sie kämpften sich bis zur 12. Minute an ein 8:8 heran. Nun schien wieder alles möglich und sie übernahmen sogar erstmalig die Führung. Noch 2 1/2 Minuten,  das muss doch zu schaffen, zu halten sein, aber nein wieder ein Gegentreffer, von außen ins lange Eck. Wieder unentschieden 9:9, dann nochmal die Jungs 10:9, ja noch 1 Minute das habt ihr, aber wieder zeigten sich die Lokjungs nicht souverän genug und es gab einen weiteren Treffer zum 10:10. Noch knappe 50 Sekunden aber hier wurde in voller Hektik diesmal der Ball nicht ausgespielt und zu schnell abgeschlossen (erfolglos). Der Angriff des HC hingegen wurde eiskalt genutzt. Wieder lagen die Jungs hinten und dabei blieb es auch 10:11 verloren. Das Spiel wurde abgehakt, zwischendurch mal die Handys gezückt und eine knappe Stunde später hieß der Gegner VSG Altglienicke. Auch hier zeigte sich wieder ganz deutlich, dass die Lokjungs ihren eigenen Handballstil noch immer nicht für sich selbst gefunden haben. Sie lassen sich stets die Spielart des Gegners aufdrücken und dadurch kommen sie selbst nicht dazu ihr eigenes Spiel aufzuziehen. So war es auch hier, immer wieder gute Ansätze doch zu viele Fehler in der Abwehr und beim Keeper, sowie fehlende Konzentration und Treffsicherheit im Angriff. Letztlich hatte die Mannschaft Glück,  dass das Spiel mit 6:4 für uns ausging, da Altglienicke ebenfalls oft glücklos vor unserem Tor blieb. Danach kam der Gastgeber und auch hier sollte es kein einfaches Spiel werden. Mit einem mühevollen 9:7 holten wir die zwei Punkte und beim kleinen mitgereisten Fanblock wurde dem ersten Spiel ein wenig nachgetrauert, was so unglücklich verloren ging,  denn sonst wären die Jungs nun schon weiter. Okay kleines Endspiel um den Gruppenzweiten. Laager SV 03 mit einiger Verspätung angereist war ein ernst zunehmender Gegner und sollte nicht unterschätzt werden. Die Mannschaft zeigte in dieser spannenden Phase einen echten Krimi, ließ aber diesmal keinen Zweifel daran, dass Spiel für sich entscheiden zu wollen. Mit einem knappen 7:6 holte sich die Lokomotive die nötigen 2 Punkte, um im Halbfinale doch noch Medaillen abzugreifen. Der Halbfinalgegner war der KSV Ajax-Neptun, Gruppenerster der anderen Staffel und das Spiel zeigte sich mit einem guten Auftakt für unsere „kleinen Männer“. Das erste Mal in diesem Turnier gelang ihnen eine 2-Tore Führung,  halten und ausbauen war angesagt, aber wie so oft kam es anders. Erneut ließen sie den Gegner an sich rankommen und mit Ballverlusten und Trefferverlusten machten sie ihren Gegner immer stärker,  der dann auch seinen Vorteil ausnutzte. Platzverweise schwächte die Mannschaft zusätzlich und sie fanden kein Weg zurück ins Spiel. Der Gruppenerste der anderen Staffel ging verdient mit einem10:6 vom Platz. Unsere Jungs, nun doch schwer demotiviert konnten nur noch um Platz drei mitspielen. Da hieß der Gegner BFC Preußen Berlin, auch diese Mannschaft kennen wir gut. Im Trainingsspiel schon mal gegeneinander angetreten, war auch hier alles möglich. Ähnlich wie das erste Spiel des Turniers begann auch dieses und dennoch, Motivation und Siegeswille sieht anders aus. Es fand sich kein gutes Zusammenspiel,  Tore waren vielfach nur über Einzelaktionen möglich und die Deckung stand nur dann gut, wenn vorher vorm gegnerischen Tor kein Treffer erzielt wurde. Letztlich verloren die Jungs, nicht weil sie es nicht konnten, sondern weil die nötige Körpersprache sagte:“ Kommt und holt euch den Sieg bei uns ab, wir geben ihn euch! “ Es erinnerte stark an das Spiel gegen die Franzosen in Aue. Um den dritten Platz wurde nicht gefightet, denn der vierte war ja sicher. Am Ende gewann der BFC das Match und sicherte sich so die Medaille in Bronze. Die Lokjungs sind zwar mit dem vierten Platz von 10 Mannschaften zwar noch besser als die Masse, aber wenn sich die Mannschaft nicht zusammenreißt und ihr eigenes Spiel konsequent durchzieht, dann könnte die Kreismeisterschaft in Gefahr geraten. Also Jungs, überragend war keiner von euch und als Elternteil tut es mir sehr leid, dass ihr keine Medaille und Pokal geholt habt, da ihr ja nachweislich besser seid. Für den Start im neuen Jahr in die Rückrunde wünsche ich Euch viel Siegeswillen, Konzentration, Treffsicherheit und vor allem wieder mehr Freude am Handballspiel. Legt die Arroganz gegenüber euren Gegnern ab, denn die Überheblichkeit wird meist mit einer Niederlage bestraft. Wenn ihr also kommendes Wochenende konzentriert eurem Gegner euer eigenes Spiel aufzwingt sieht dieser keinen Ball und alle Eltern und ich drücken hierbei ganz feste die Daumen. Denn das ist eine Sache, die wir euch nicht abnehmen können, da müsst ihr allein, aber als Mannschaft durch.
Allen Lesern auf diesem Wege noch ein gesundes neues und für den Verein hoffentlich ein erfolgreiches Jahr. av